Dass im Internet jeder Idiot seine Meinung frei kundtun darf ist nichts neues, sonst gäbs ja schließlich diese Seite hier auch nicht. Aber was gerade im Zusammenhang mit der neu eingeführten Paywall des Abendblatts abgeht ist echt unglaublich. Jedes Knüppelkind südlich des Nordpols beschwert sich darüber das ein Unternehmen (Axel Springer) für ein von ihm erstelltes Gut (Abendblatt.de) eine Gegenleistung (Geld) von den Kunden erwartet… DAS NENNT MAN FREIE MARKTWIRTSCHAFT IHR DEPPEN! Wenn ihr meint das Abendblatt Angebot ist euer Geld nicht wert, super, geht zu mopo.de oder wohin auch immer. Wie wärs hiermit?
Und dann wären da noch die ganzen Häcker (z.B. hier), die meinen sie wären besonders clever und hätten einen supergeheimen Weg gefunden die Paywall zu umgehen: Einfach die Überschrift oder die URL des Artikels bei Google eingeben und schon ist man hinter der Paywall. Tada! Wie kann man beim Abendblatt oder Springer nur so doof sein…?
Die Realität ist leider eine andere als die Wahrnehmung des debilen Internet-Pöbels, denn dieser supergeheime Weg eine Paywall zu umgehen ist Teil eines Abkommens zwischen Google und den Verlagshäusern dieser Welt (und funktioniert z.B. auch bei wsj.com). Dieses Abkommen ist so geheim, dass Google auf dem Google News Blog offen darüber spricht.
Aber Blogs sind ja die Zukunft, da sie schneller, besser und unvoreingenommener berichten als die etablierten Medien…
I see in Fight Club the smartest and strongest men who’ve ever lived. I see all this potential, and I see it squandered. God damnit, an entire generation pumping gas, waiting tables, slaves with white collars. Advertising has us chasing cars and clothes, working jobs we hate so we can buy shit we don’t need. We’re the middle children of history, man. With no purpose or place. We have no Great War, no Great Depression. Our Great War is a spiritual war, our Great Depression is our lives. We’ve all been raised on television to believe that one day we’d all be millionaires and movie gods and rock stars – but we won’t. We’re slowly learning that fact. And we’re very, very pissed off.
Eine meiner aktuellen Lieblingsphrasen ist ja „Das interessiert mich nicht. Das interessiert mich wirklich nicht“, seit einer meiner Arbeitskollegen einen anderen Kollegen vor Monaten mit dieser Bemerkung davon abhielt uns von seinem Museumsbesuch zu erzählen.
Nun muss ich aber schwer geschockt feststellen, dass eben dieser reine Weltspruch von einem meiner persönlichen Lieblinge stammt – Torsten Frings. Naja, blindes Huhn, Korn, ihr wisst schon.
Wer auch meine Facebook oder Twitter Updates verfolgt, mag sich wundern das ich auf Denglisch so allergisch reagiere, springe ich doch auch ständig zwischen Deutsch und Englisch hin und her. Ich versuche aber mich auf eine Sprache zur Zeit zu beschränken, entweder Deutsch oder Englisch, nicht beides gleichzeitig. Denn das klingt einfach nur unglaublich dämlich. Zum Beispiel so:
Wieso sind da noch geclosede Deals in der Pipe wenn die IO doch schon geraised ist?
Wobei IO hier natürlich englisch, also Ei-Oh, ausgesprochen wird. Der Kollege, der diese Worte von sich gab ist eigentlich nicht der Typ, der solchen Unfug von sich gibt, aber mein Arbeitgeber fördert diese Art der Kommunikation leider. Besonders spaßig wird es, wenn die ganzen Abkürzungen dazu kommen, die man natürlich auch englisch ausspricht. Ich zitiere aus einer Email, die mich Anfang der Woche erreichte:
Ich bin der Field Deployment Lead der GMO für Deutschland und CEE und rolle derzeit zusammen mit der CMG Deutschland RIO aus. Da in naher Zukunft auch CEE auf der Roadmap steht bin ich derzeit mit …, dem CMG Director für CEE, in Planungsgesprächen.
Alles klar? Genau, dachte ich mir auch. Es war vielleicht nicht die weiseste Entscheidung die ich jemals getroffen habe, aber meine Antwort begann damit:
In einem Artikel über Apple TV, und wie man die Kiste interessanter für potentielle Käufer machen könnte, findet sich auf Ars Technica folgende Variation des alten „hell will freeze over before that happens“ Sprichworts:
Apple could just support Flash on the Apple TV, but I think we all know where winter coats would suddenly become quite fashionable before that happens
Zwei Dinge zeichnen mich (unter anderem) aus: Ich bin faul und geizig. So gesehen hat es eigentlich nie Sinn gemacht, dass ich meinen Blog selbst „betrieben“ und dafür dann auch noch Geld bezahlt habe. Folglich habe ich jetzt hier meine Zelte aufgeschlagen und alles was vorher war zurückgelassen.
Also, schauen wir mal ob das neue Zuhause mich dazu inspirieren kann mehr zu schreiben. Vermutlich nicht.